Organisationen gegen Mikroplastik und die Rolle der Politik

Organisationen gegen Mikroplastik

 

Mikroplastik in der Politik 

Die ansteigende Popularität, die die Themen Mikroplastik und Plastikmüll in den letzten Jahren verzeichnen konnten, hat mit dazu beigetragen, dass heute in einigen Teilen der Gesellschaft ein Umdenken stattfindet, welches sich nicht zuletzt an den Wahlergebnissen der Europawahl oder an den wöchentlichen „Fridays for Future“-Demonstrationen widerspiegelt. Die Grünen stellten in ihrem Wahlprogramm u.a. die Forderungen auf, bestimmte Einwegprodukte aus Kunststoff, wie Strohhalme oder Wattestäbchen komplett zu verbieten und, um den Verbrauch von Einwegplastik weiter einzudämmen, eine Plastiksteuer einzuführen. Vom Europäischen Parlament wurde im März diesen Jahres eine EU-Richtlinie auf den Weg gebracht, die ab 2021 in Kraft treten soll und für alle Mitgliedsstaaten ein Verbot für gewisse Einwegprodukte vorschreibt. In der Richtlinie ist außerdem eine Kennzeichnungspflicht für die umweltschädliche Auswirkung von Zigarettenfiltern, die unsachgerecht entsorgt werden, verordnet. Vergleicht man aber die bisherigen politischen Erfolge mit der momentanen Faktenlage, dann wird schnell deutlich, dass diese noch lange nicht dazu ausreichen unseren Planeten vom Plastikmüll zu befreien. Um die Plastikverschmutzung in den Griff zu bekommen, müssen zeitnah deutlich mehr Maßnahmen folgen.

Organisationen gegen Mikroplastik

Diese Ansicht wird auch von Plasticontrol vertreten. Dabei handelt es sich um eine Organisation, die sich bereits seit dem Jahr 2007 für den Kampf gegen Mikroplastik einsetzt. In ihrer 14 punktigen Plastikagenda werden Lösungsansätze genannt, durch deren Umsetzung die anhaltende Plastikflut eingedämmt werden soll. Eine weitere Institution, die sich mit ihrer Kampagne „Plastik – weniger ist Meer“ für sauberere Weltmeere einsetzt, ist der BUND. Mit ihrem Müll-Manifest fordert sie die EU-Kommission und die Minister dazu auf „Das Problem Müll im Meer innerhalb einer Generation zu lösen (bis 2035).“. Finanziert werden solche Organisationen durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und nicht zu vergessen durch das große ehrenamtliche Engagement derer, denen noch etwas daran liegt, unseren Planeten auch für zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten.

Auch der Naturschutzbund, kurz Nabu, engagiert sich mit rund 660.000 Mitgliedern in Deutschland für mehr Umweltschutz, saubere Flüsse und Meere sowie für mehr Schutz bedrohter Tierarten. Hierfür führt die nicht-staatliche Organisation Umweltprojekte durch. Auch eigene Forschungsinstitute unterhält Nabu. 

Eine weitere Organisation, die aktiv versucht die Weltmeere vom Plastikmüll zu befreien ist die Seabin Group. Mit ihrem Produkt, dem Seabin (dt: Seemülleimer), haben die zwei Entwickler eine Art Mülleimer für die Meere entwickelt. Dieser kann im Wasser treibenden Müll, mittels einer Pumpe, einsammeln. Anschließend wird dieser Müll aufgesammelt und an Land geleert und der Plastikmüll recycled. Das Seabin Project wird vorrangig von Häfen verwendet.

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